Liebe Frankfurterinnen und Frankfurter,

 

auf dem Ticket der SPD wurde ich im Jahr 2010 Beigeordneter der Stadt Frankfurt (Oder). Beigeordneter für Soziales, Gesundheit, Schulen, Sport und Jugend. Bedingt durch die Abordnung der ehemaligen Kämmerin wurden mir zudem kommissarisch die Zuständigkeiten für die Bereiche Personal- und Technikdienstleistungen sowie Brand- und Katastrophenschutz bis zum heutigen Tage übertragen. Das Organigramm ist über die Homepage der Stadt Frankfurt (Oder) einsehbar. Nunmehr bin ich durch die SPD Frankfurt (Oder) zum Oberbürgermeisterkandidaten für die am 04.03.2018 stattfindende Wahl nominiert worden.

 

Da ich natürlich nicht vergesse, woher ich komme, fühle ich mich dem Kommunalwahlprogramm des SPD Unterbezirkes Frankfurt (Oder) verpflichtet. Dieses Programm ist zugleich auch mein Programm, mein Handlungsfaden für eine gute Entwicklung unserer Heimatstadt. In diesem Sinne versuche ich Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich herbeizuführen.

 

Wichtig für den Wähler ist, sich zu vergegenwärtigen, dass ein Oberbürgermeister nur enge Entscheidungsspielräume hat. Die meisten von Tragweite geprägten Entscheidungen werden durch die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung getroffen.

 

Die Stadtverordneten sind zudem "Herr des Haushaltes" der Stadt Frankfurt (Oder). Sie entscheiden, wofür das Geld ausgegeben werden kann. Frei sind hierbei aber auch die Stadtverordneten nicht, da sie gesetzliche Vorgaben zu beachten haben.

 

Deshalb und vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltssituation erscheinen Versprechungen der Art, dass die Einnahmen durch z. B. Steuersenkungen reduziert, aber finanzielle Mittel für noch nicht im Haushalt geplante Vorhaben zusätzlich ausgegeben werden sollen, in meinen Augen unseriös. Unseriös solange, bis dazu belastbare Aussagen gemacht werden, wie diese Versprechungen finanziert werden sollen bzw. welche im Haushalt geplanten finanziellen Mittel zu Lasten welcher Maßnahmen umgeschichtet werden.

 

Daher, liebe Frankfurterinnen und Frankfurter, ist es meine feste Überzeugung, dass es  für Sie darauf ankommt, welche Fähig- und Fertigkeiten die einzelnen Kandidaten haben. Eignung und Befähigung sind auch bei der Besetzung von Arbeitsplätzen das Maß aller Dinge. Lassen Sie sich nicht von Versprechungen blenden. Schauen Sie genau hin. Prüfen Sie bitte, welcher Kandidat schon bisher welche Verantwortung getragen hat und wie er diese wahrnahm.

 

Mein Grundsatz der Beurteilung anderer Menschen war immer zu schauen, ob Wort und Tat im Einklang stehen. Ich versuche mich nach diesem Grundsatz zu verhalten und zu arbeiten. Ich denke, davon konnten Sie sich in der Vergangenheit  überzeugen. Ich stehe für meine Überzeugungen ein und streite dafür.

 

Mit Kompetenz, Mut und der entsprechenden Lebenserfahrung will ich dem Wohl der Stadt Frankfurt (Oder) und damit Ihnen dienen. Dabei soll ein integrativer Führungsstil in der Verwaltung selbst, aber auch im Umgang mit den Stadtverordneten dafür sorgen,  dass wir im Interesse der Stadt abgewogene, weise  und zukunftsorientierte Entscheidungen treffen.

 

In diesem Sinne bewerbe ich mich bei Ihnen und bitte Sie um Ihre Stimme am 04. März anlässlich der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Oder).

 

Ihr

 

Jens-Marcel Ullrich

 

Zum Nachdenken anregend:

  • um Mannschaftskapitän zu sein, sollte man auch Teamplayer sein können
  • Erfolge erzielt man selten alleine
  • man sollte nie vergessen, wofür man in der Vergangenheit Verantwortung getragen und mit welchem Erfolg man diese wahrgenommen hat
  • Wertschätzung sollte beständig erkennbar sein und nicht nur anlässlich von Wahlen
  • niemand vereint in sich alle Kompetenzen die man braucht, um die Verantwortung im Rahmen der Zuständigkeit eines Oberbürgermeisters wahrnehmen zu können
  • die Kunst besteht darin, eigene fehlende Kompetenzen durch gut geeignete und befähigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszugleichen